04 März 2026
Sika – technologischer Partner von CONTRACK Mehr lesenDie Straszewskiego-Piłsudskiego-Straße in Krakau wird unter anderem mithilfe der CONTRACK-Technologie saniert. Die Vorfertigung wichtiger Elemente der Straßenbahnweiche soll den Arbeitsaufwand reduzieren und die Bauzeit verkürzen. Der Hersteller hat die Produktion der großformatigen Fertigteile bereits abgeschlossen – sie werden am endgültigen Standort wie riesige Puzzleteile zusammengefügt.
Eine dreirädrige Weichenstellmaschine, gefertigt wie ein riesiges Puzzle
Die CONTRACK-Technologie wurde bisher in Städten wie Poznań, Bytom, Mysłowice, Ruda Śląska und Warschau (Zawiszy-Platz – die gesamte Weichenanlage mit 121 großformatigen CONTRACK-Platten wurde innerhalb von fünf Wochen installiert) eingesetzt. Krakau nutzte die Technologie bereits zur Sanierung des Straßenbahnübergangs in der Telimeny-Straße. Der UJ-Knotenpunkt stellt jedoch den ersten derart umfassenden Einsatz der Technologie in der Stadt dar: Hier werden 52 großformatige, vorgefertigte CONTRACK-Stahlbeton-Weichenplatten mit einer Gesamtfläche von ca. 660 m² installiert. Für ihren Bau wurden ca. 237 m³ Beton verwendet, die größte Platte wiegt 21,8 Tonnen . Damit wird das gesamte Gleisdreieck, bestehend aus drei eingleisigen und zweigleisigen Weichen, fertiggestellt. Elf dieser Weichen wurden mit Hybridbewehrung ausgeführt.
Die vorgefertigten Straßenbahnelemente werden vom Modernisierungsauftragnehmer SPAW-TOR abgeholt und montiert.
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Warum CONTRACK-Technologie?
Bisherige Weichenbautechniken für Straßenbahnen erforderten das direkte Aufbringen mehrerer Betonschichten vor Ort mit einer Aushärtezeit von 28 Tagen. CONTRACK-Paneele durchlaufen diesen Prozess im Werk des Herstellers und werden einbaufertig geliefert.
Die Herstellung des Straßenbelags in einer streng kontrollierten Fabrikumgebung, unabhängig von äußeren Einflüssen, ermöglicht eine deutlich höhere Präzision und Produktqualität von Anfang an , was sich in erhöhter Langlebigkeit niederschlägt . In Kombination mit höchsten Montagestandards entsteht so ein perfekt in die Fahrbahn integriertes und für den langfristigen Einsatz ausgelegtes Knotenpunktsystem.
Während der Bauphase spart diese Technologie Zeit, was beim Betonieren im „Nasszustand“ entscheidend ist. Die größten Einsparungen zeigen sich jedoch erst während der Nutzungsdauer des Fertigteils. Die Betonkonstruktion ist dreimal so langlebig wie eine Stahlweiche. CONTRACK ermöglicht den Austausch von Stahlteilen, ohne die Betonoberfläche zu beschädigen . Dadurch können während der Nutzungsdauer des Fertigteils bis zu drei Weichen eingebaut werden, ohne dass die Betonoberfläche jedes Mal demontiert und neu errichtet werden muss.
Ein wesentlicher Vorteil der CONTRACK-Fertigstellung liegt in der Standardisierung der eingesetzten Bautechnologien – sowohl für gerade Gleisabschnitte als auch für Weichen. Dadurch können wir über sehr lange Streckenabschnitte hinweg dieselben Bau- und Instandhaltungsprozesse anwenden. Dies wirkt sich positiv auf die Organisation und Dauer der Arbeiten aus, reduziert problematische Schnittstellen zwischen verschiedenen Technologien im Bau- und Betriebsablauf und senkt somit die damit verbundenen Kosten.
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Doppelte Qualitätskontrolle – Probeaufbau des Systems am Montageort
CONTRACK-Paneele sind jeweils speziell für eine bestimmte Weiche, Kreuzung oder – wie im Fall einer Weichenumrüstung auf UJ/AST – einen kompletten Weichenknoten konzipiert. Es gibt keine vorgefertigten, in Serie gefertigten Lösungen. Um höchste Standards zu erfüllen, bestmögliche Ausgangsqualität zu gewährleisten und eine maximale Lebensdauer der Paneele sicherzustellen, setzt CONTRACK auf eine doppelte Qualitätskontrolle.
Die erste Phase der Qualitätskontrolle erfolgt unmittelbar nach Produktionsabschluss – die Geometrie jeder einzelnen Platte wird sorgfältig geprüft. Die zweite Phase der Qualitätskontrolle wurde auf dem CONTRACK-Werksgelände beobachtet: Alle Platten eines Bauabschnitts (in diesem Fall 13 Platten) werden probeweise verlegt und mit den Stahl-Weichenelementen verbunden . Dies gewährleistet die Genauigkeit des Herstellers und ermöglicht dem Bauunternehmer einen reibungslosen Abschluss der Arbeiten auf der Baustelle.
UJ/AST-Kreuzung – Wie geht es weiter?
Die Modernisierung des UJ/AST-Knotenpunkts in Krakau – der Stadt, in der diese Technologie entwickelt wurde – mithilfe der CONTRACK-Technologie ist ein Schritt hin zu einem modernen Ansatz für die Instandsetzung wichtiger Infrastrukturen und bietet die Möglichkeit, die für die Anwohner entstehenden Kosten zu senken. Gerade an so wichtigen Verkehrsknotenpunkten wie dem UJ-Knotenpunkt kann die CONTRACK-Technologie ihre Stärken voll ausspielen: Sie ermöglicht es, die Lebensdauer der Fahrbahnoberfläche zu verlängern, den Zeitaufwand für zukünftige Instandsetzungen zu reduzieren (da die Stahlprofile ausgetauscht werden können) und unter optimalen Bedingungen die Bauzeit zu verkürzen.
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