In Posen wird derzeit ein zentraler Verkehrsknotenpunkt an den Straßen Wierzbięcice, Matyi, Niezłomnych und Królowej Jadwigi umfassend umgebaut. Die Maßnahme ist Teil des Baus einer neuen Straßenbahnstrecke entlang der Ratajczaka-Straße — eines der größten und komplexesten Infrastrukturprojekte der letzten Jahre im innerstädtischen Bereich. Die Arbeiten erfordern umfangreiche logistische Vorbereitung, eine detaillierte Koordination der unterirdischen Infrastruktur, den Umbau von Straßen- und Oberleitungsanlagen sowie zahlreiche technische Abstimmungen mit städtischen Diensten und Auftragnehmern. Bereits in der Planungsphase mussten sowohl die komplexe Gleisgeometrie als auch die dichte Bebauung, bestehende Leitungen und die täglichen Mobilitätsbedürfnisse der Bewohner berücksichtigt werden, was diesen Knotenpunkt zu einem der anspruchsvollsten Bauprojekte in Posen macht.

Fortschritt der Gleisarbeiten mit CONTRACK-Technologie

Die vorgefertigten Gleisplatten in CONTRACK-Technologie wurden im Januar 2026 auf die Baustelle geliefert. Anschließend erfolgten die Lieferungen weiterer Elemente systematisch und gemäß Zeitplan, wodurch ein reibungsloser Einbau und eine gute Abstimmung mit parallel laufenden Infrastrukturarbeiten möglich waren. Die erste Bauphase, die die Verlegung eines Teils der Gleise sowie der Weichen umfasste, wurde bereits am 10. Februar abgeschlossen. Die zweite Phase, die Ende März beendet wurde, umfasste weitere Gleisabschnitte, die Montage der restlichen Fertigteile sowie die präzise Justierung der Weichen im Knotenbereich. Mit jedem Baufortschritt wurde die Gleisanlage sichtbarer und der Knotenpunkt Wierzbięcice nahm zunehmend Gestalt an. Dank der CONTRACK-Technologie verlief die Montage deutlich schneller als bei herkömmlichen Bauweisen — die reduzierte Anzahl an Verbindungen sowie die großformatigen Fertigteile ermöglichten eine hohe Präzision, während die Betonreifung im Werk unabhängig von den winterlichen Bedingungen erfolgte. Insgesamt wurden Fertigteilplatten mit einer Fläche von über 2.365 m² verbaut, bei einer durchschnittlichen Elementgröße von etwa 19 m² und maximalen Größen von bis zu 26,4 m². Für die Produktion wurden rund 850 m³ Beton verwendet, was eine hohe Dauerhaftigkeit und Belastbarkeit der Gleisanlage gewährleistet.

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Begleitende Arbeiten

Parallel zur Montage der Fertigteile wurden umfangreiche Arbeiten an der unterirdischen Infrastruktur durchgeführt, darunter Kanalisation, Wasser- und Energienetze sowie Entwässerungssysteme und Fundamente für Oberleitungsmasten. Zudem umfasst das Projekt die Erneuerung von Straßen, Gehwegen und öffentlichen Flächen im Umfeld des Knotenpunkts.

Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs

Ein entscheidender Meilenstein war die Testfahrt in der Nacht vom 26. auf den 27. März 2026, bei der eine Straßenbahn erfolgreich die neue Gleisanlage befuhr. Der Test bestätigte die Betriebsbereitschaft der Infrastruktur. Dank effizienter Baustellenorganisation, präzise geplanter Logistik der Fertigteillieferungen und dem Einsatz der CONTRACK-Technologie konnten die Gleisarbeiten deutlich schneller als geplant abgeschlossen werden. Dadurch konnte der Straßenbahnverkehr auf dem Abschnitt Wierzbięcice–Matyi bereits am 2. April 2026 wieder aufgenommen werden — rund drei Monate früher als ursprünglich vorgesehen.

Der Winter hielt die Arbeiten nicht auf

Ein wesentlicher Vorteil der CONTRACK-Technologie ist die Möglichkeit, Bauarbeiten auch im Winter ohne längere Unterbrechungen durchzuführen. Niedrige Temperaturen, Schnee oder eingeschränkte Tageslichtverhältnisse haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Baufortschritt, da der empfindlichste Prozess — die Betonreifung — vollständig in das Fertigteilwerk verlagert wurde. Dort erfolgt die Hydratation unter kontrollierten Bedingungen, sodass die erforderlichen Festigkeitswerte bereits vor der Lieferung erreicht werden. Auf der Baustelle beschränken sich die Arbeiten daher auf die Montage und präzise Justierung der Fertigteile.

 

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