26 März 2026
CONTRACK in der deutschen Presse Mehr lesenDie schnelle Montage der Beton-Weichenblöcke sowie die Möglichkeit, reine Stahlkonstruktion der Weiche effizient auszutauschen, sind die Hauptvorteile der CONTRACK-Technologie, die — dank der Tramwaje Śląskie — erstmals im modernisierten Gleisnetz in Bytom angewendet wurde.
![]()
Das Fertigteil, das die Unterkonstruktion und die Betonfahrbahn mit der Stahlkonstruktion einer einfachen Straßenbahnweiche mit der Weiche ZT-116-3200 R50 integriert, wurde in der ersten Aprilhälfte dieses Jahres an der Kreuzung der Straßen Powstańców Śląskich und Piekarska in Bytom im Rahmen des umfassenden Umbaus der letzteren eingebaut. Die ersten — und damit prototypischen — logistischen und baulichen Arbeiten dauerten etwa eine Woche, obwohl die endgültige Einbauzeit eines solchen Fertigteils künftig im Bereich von 48–72 Stunden liegen soll.
Der Einbau von Straßenbahnweichen in Anlagen, die in den Kfz-Verkehr integriert sind, war bisher an einen langwierigen Bauprozess gebunden. Er begann mit dem Gießen der Betonunterlage, gefolgt von der Verankerung und dem Verschweißen der Weiche und anschließend dem Vergießen der oberen Betonplatte. Aufgrund der Abbindezeit jeder Betonschicht (28 Tage) dauerte dieser Prozess viele Wochen, was zur vollständigen Sperrung einzelner Kreuzungsbereiche führte. Außerdem bedeutete der Austausch verschlissener Stahlteile der Weiche in dieser Lösung die Wiederholung des zeitaufwendigsten Arbeitsschritts — also den Austausch der Deckschicht und die erneute Betonhärtung.
![]()
„In der Konzeptphase haben wir auf unsere Erfahrungen aus dem Eisenbahnbereich zurückgegriffen, in dem wir seit Jahren fertige Weichenblöcke transportieren, entladen und einbauen. Wichtig waren auch langjährige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Straßenbahn-Betonplatten, die in gerade Gleise integriert sind“, zählt Małgorzata Urbanek, Projektleiterin von CONTRACK in der Gruppe KZN Bieżanów, auf. „Auf dieser Grundlage entstand unser innovatives Konzept von Betonblöcken, die mit Straßenbahnweichen integriert sind. Ein solches Fertigteil kann im Bauprozess wie ein fertiger ‚Baustein‘ oder ein ‚Puzzle-Teil‘ verwendet werden, wodurch sich die Einbauzeit des fertigen Elements in der Fahrbahn deutlich verkürzt und zugleich eine hohe Anfangsqualität der Konstruktion erhalten bleibt“, fügt Urbanek hinzu.
![]()
Wie bei Eisenbahnweichen besteht auch hier die Weiche aus drei Blöcken: dem Herzstück, den Verbindungs- und den Kreuzungsstücken. In speziell vorbereiteten Betonplatten werden die Weichenkonstruktion, der Weichenantrieb, Entwässerungskästen und Installationen für elektrische Heizungen eingebaut, bevor alles mit spezieller Bauchemie endgültig miteinander verbunden wird. Je nach den Vorgaben des Auftraggebers kann die Integration beim Hersteller oder am endgültigen Einbauort erfolgen. Bei der ersten Umsetzung in Beuthen erfolgte die abschließende Integration des zuvor vorbereiteten und geprüften Fertigteils direkt auf der Baustelle.
„Unsere Lösung ermöglicht es auch, den verschlissenen Stahlteil der Weichenkonstruktion zu entfernen, ohne den Betonblock zu beschädigen. Das ist besonders wichtig, wenn man die Lebensdauer der Betonoberfläche von mindestens 30 Jahren mit der Betriebsdauer der Weiche von etwa 10 Jahren vergleicht. Das eröffnet enorme Möglichkeiten für Instandhaltungsarbeiten und einen schnellen, „Wochenendaustausch” des Stahlteils in einem solchen Fertigteil“, betont Małgorzata Urbanek. „Darüber hinaus erlaubt die angewandte Technologie bei den Arbeiten in Beuthen, die Kontinuität der Straßenbahnfahrbahnstruktur zu erhalten und dem Bauunternehmen die Aufrechterhaltung des Kfz-Verkehrs an der Kreuzung zu ermöglichen“, hebt die Projektleiterin hervor.
![]()
Das von der Gruppe KZN Bieżanów entwickelte technologische Konzept CONTRACK (abgeleitet von den englischen Wörtern concrete – Beton und track – Gleis) fand sofortige Resonanz am Markt. Absichtserklärungen wurden sowohl mit der Gesellschaft Tramwaje Śląskie als auch mit der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Krakau unterzeichnet, und weitere Infrastrukturverwalter zeigten großes Interesse an der Lösung. „Jede Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs bedeutet nicht nur einen messbaren finanziellen Verlust für das Unternehmen, sondern vor allem erhebliche Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste, führt, was zu Unzufriedenheit und nicht selten dazu, dass Fahrgäste den Straßenbahnverkehr meiden. Die CONTRACK-Technologie soll eine deutliche Verkürzung des Einbauprozesses sowie der anschließenden Wartung der Weichen ermöglichen. Diese lang erwartete Lösung könnte bald zum Standard werden, obwohl sie heute noch eine Innovation ist“, sagt Jacek Kaminiorz, Technischer und Betrieblicher Direktor der Tramwaje Śląskie S.A., und fügt hinzu: „Wir bemühen uns bei unseren Investitionen, offen für moderne Lösungen zu sein. Vor kurzem haben wir als erstes Straßenbahnunternehmen in Polen ein Energiespeichersystem in Betrieb genommen. Jetzt werden wir eine weitere Innovation der Gruppe KZN testen. Wir hoffen, dass sich diese Lösung gut bewährt.“
Die Wahl der Tramwaje Śląskie war eine natürliche Folge des guten Innovationsklimas. Im Rahmen dieser oberflächenbezogenen Zusammenarbeit ist es der Gruppe KZN Bieżanów bereits gelungen, eine innovative Monoblock-Straßenbahnweiche in Zabrze einzubauen, so der Hersteller.
![]()
![]()
![]()
![]()
Weitere Artikel anzeigen